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Münsters Krisenstab sagt große städtische Veranstaltungen ab

Themenbild: Pixabay

Münster. Der Krisenstab der Stadt Münster hat heute, 29.12.2021, angesichts stark steigender Infektionszahlen entschieden, mehrere große städtische Veranstaltungen im Theater Münster ab sofort bis zum 13. Januar 2022 abzusagen.

Grund für diese Entscheidung sind die in den letzten Tagen insgesamt stark angestiegenen Infektionszahlen einschließlich der deutlich zunehmenden Omikron-Fälle in Münster. Laut aktuellen Meldungen der Labore ist aktuell bei insgesamt 428 Personen die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden.

Aktuell gelten 1.152 Münsteraner und Münsteranerinnen als infiziert. Die Inzidenz in Münster liegt laut RKI aktuell bei 202,3. „In dieser sich beschleunigenden schwierigen Infektionslage haben wir uns entschieden, Veranstaltungen der Stadt wie die beliebten Konzerte an Silvester und Neujahr sowie das Internationale Jazzfestival am 9. Januar abzusagen“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Die bereits gekauften Karten für die Veranstaltungen im Theater der Stadt Münster können zurückgegeben werden. Auch bereits gekaufte Karten für das Jazzfestival können auf dem gleichen Weg erstattet werden. Ob die Konzerte zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden, ist noch nicht entschieden.

„Die Lage in Münster hat sich über die Feiertage hinweg deutlich verschärft, das Infektionsgeschehen beschleunigt sich, Omikron wird hier schon bald dominieren. Als Reaktion müssen wir Kontakte vor allem in den Innenräumen reduzieren, die Schutzimpfung als Schlüssel zu milden Krankheitsverläufen weiter vorantreiben und alles daran setzen, die personelle Lage in Bereichen der „Kritischen Infrastruktur“ wie z.B. Krankenversorgung, Feuerwehr, Polizei und Energieversorgung stabil zu halten“, sagt Krisenstabsleiter Heuer. Auch das Tragen von Masken in Innenräumen, am besten FFP2, sei eine sehr wichtige Maßnahme, um sich und andere zu schützen.

Positiv sei festzuhalten, dass die Corona-Situation auf den Stationen der hiesigen Krankenhäuser noch günstig sei. „Daran haben vor allem die Impfungen einen großen Anteil, sie machen bislang den Unterschied zur schwierigen Lage im letzten Winter,“ so Heuer weiter.

Zu den Ursachen des starken Infektionsanstiegs gibt es keine abschließend gesicherten Erkenntnisse. Zuletzt waren vor allem junge Erwachsene im Alter von 18 bis 29 Jahren Träger dieser Entwicklung. Heuer: „Die hohe Mobilität und Kontaktbereitschaft gerade in dieser Altersgruppe begünstigen nach meiner Einschätzung aktuell die Übertragung des Virus. Auch die Situation an den Feiertagen, Weihnachten wie Silvester, wird einen Teil dazu beitragen. Wir alle können aber auch erkennen, dass geeignete Maßnahmen die Auswirkungen der Pandemie in Grenzen halten.“

PM/Stadt Dortmund

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