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Münster erhält 19 Millionen Euro für öffentlich geförderte Wohnungen im “York-Quartier”

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, übergibt Oberbürgermeister Markus Lewe den Förderbescheid für das "York Quartier" Foto: Stadt Münster/MünsterView.

Münster. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat heute einen Förderbescheid in Höhe von 19,7 Millionen Euro für 116 öffentlich geförderte Mietwohnungen in Münster übergeben. Im Rahmen eines landesweiten Aktionstages zur Förderung preiswerten Wohnraumes, den die Landesregierung schon 2020 ins Leben gerufen hatte, unterstützt die Ministerin damit das Bauvorhaben der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohn + Stadtbau im neuen „York-Quartier“. Insgesamt entstehen auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne in Gremmendorf 1800 Wohneinheiten.

Oberbürgermeister Markus Lewe nahm den Förderbescheid entgegen: „Wie in vielen Städten ist auch in Münster der preiswerte Wohnraum besonders knapp. Wir steuern mit gefördertem Wohnraum dagegen, weil sich alle Einkommensschichten das Wohnen in dieser Stadt leisten können sollen. Damit beantworten wir einen Teil der Frage, wem die Stadt gehört. Nämlich allen, die dort leben. Es ist gut, dass das Land uns dabei unterstützt.“

Die Ministerin lobte das Geschick der Stadt beim Abruf von Landesmitteln: „Die Stadt Münster ist primus inter pares beim Abruf von Mitteln für den öffentlich geförderten Wohnungsbau“, sagte Ina Scharrenbach im Gespräch mit Oberbürgermeister Markus Lewe.

Im ehemaligen Offizierscasino der York-Kaserne diskutierte die Ministerin mit Oberbürgermeister Markus Lewe, Christian Jäger (Geschäftsführer des städtischen Wohnungsunternehmens Wohn + Stadtbau), Alexander Rychter (Direktor des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen), Dr. Christian Jaeger (Geschäftsführer Wohn + Stadtbau) und Dirk Salewski (Geschäftsführender Gesellschafter beta Eigenheim GmbH, Bergkamen und Mitglied des Vorstandes des Verbandes der mittelständischen Immobilienwirtschaft NRW) auch über neue Wohnbauprojekte, vor allem über den Neubau von öffentlich geförderten Mietwohnungen. Im Anschluss besichtigte die Ministerin noch das „York-Quartier“ und das Studierendenwohnheim „Busso-Peus-Straße 18-20“.

Bis 2028 im York-Quartier 1800 neue Wohnungen

Lewe sagte: „Münster wächst bis 2030 um rund sieben Prozent.“ Einerseits sei dies auch ein Beleg für die Attraktivität der Stadt. Andererseits wüchsen damit auch die Herausforderungen. Bis 2030 wird Münster nach den Ergebnissen der jüngsten Bevölkerungsprognose 334 774 Einwohnerinnen und Einwohner haben, die alle mit Wohnraum versorgt sein wollen.

Im York-Quartier entstehen bis 2028 auf einer etwa 50 Hektar großen, ehemals militärisch genutzten Fläche rund 1.800 Wohneinheiten sowie Gemeinbedarfs- und Infrastruktureinrichtungen. Von dem neuen Wohnraumangebot sollen unterschiedliche Zielgruppen wie Familien, Singles, Senioren, Wohngemeinschaften und Baugemeinschaften profitieren. Der denkmalwerte Gebäudebestand wird dabei erhalten und durch Neubauten ergänzt. Eigentümerin einer Teilfläche des neuen Quartiers ist die Wohn + Stadtbau GmbH der Stadt Münster. Dort baut das Wohnungsunternehmen 477 öffentlich geförderte und 220 frei finanzierte Mietwohnungen sowie 80 Eigentumswohnungen und zwei Kindertagesstätten. Die weiteren Wohnbauflächen werden von der Stadt Münster in einem Verfahren weiterverkauft, mit dem das Entstehen weiteren preiswerten Wohnraums gewährleistet ist. Insgesamt fördert das Land das Großprojekt mit 64 Millionen Euro über mehrere Jahre aus Mitteln der öffentlichen Wohnraumförderung.

„In unserem lebendigen, grünen York-Quartier gibt es Angebote für Familien, Singles, Ältere und Jüngere Menschen – und für fast jeden Geldbeute“, sagte Christian Jaeger, Geschäftsführer des städtischen Wohnungsunternehmens Wohn + Stadtbau. „Wir werden mit der Vermietung im nächsten Jahr ab April starten.“
Attraktiver und nachhaltiger Wohnraum für Studierende

Mit dem in Massivbauweise errichteten Studierendenwohnheim in der Busso-Peus-Straße 18-20″ hat Münster 124 Wohnplätzen in 86 Wohnungen und damit zusätzlichen attraktiven und dringend notwendigen Wohnraum für Studierende geschaffen. Das Wohnheim ist ebenfalls mit Mitteln aus der öffentlichen Wohnraumförderung in Höhe von 7,3 Millionen Euro unterstützt worden. Es ist besonders wärmeeffizient: Die zentrale Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung saugt permanent die Abluft aus den Bädern ab. Die darin enthaltene Wärme wird zu 90 Prozent zurückgewonnen und der frischen Zuluft zugeführt, die anschließend in die Wohnräume gelangt. Ministerin Scharrenbach: „Geförderter Wohnraum in Nordrhein-Westfalen ist modern, nachhaltig und bezahlbar. Deshalb widmen wir ihm einen eigenen Tag, an dem wir zeigen, was öffentliche Wohnraumförderung alles kann.“ Die Landesregierung stellt der öffentlichen Wohnraumförderung jährlich 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung.

PM/Stadt Münster

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