Social Media

Suchen...

Deutschland & Welt

Zahl der Kinderehen nimmt infolge der Covid-19-Pandemie zu

Themenbild: Pixabay

Berlin. Anlässlich des internationalen Frauentages weist das Kinderhilfswerk terre des hommes darauf hin, dass die Zahl der Kinderehen infolge der Covid-19-Pandemie zunimmt.

Viele Eltern, die als Folge der Pandemie keine Arbeit und keine Einkünfte haben, verheiraten ihre Töchter in der Hoffnung, dass sich der meist deutlich ältere Ehemann um sie kümmert. Weltweit wurde bereits vor der Pandemie jedes fünfte Mädchen vor seinem 18. Geburtstag verheiratet. In Afrika und Südasien sind Kinderehen am stärksten verbreitet, hier ist jedes dritte Mädchen betroffen.

„Wir beobachten, dass während der Schulschließungen in Indien und Simbabwe mehr Mädchen verheiratet wurden. In Teilen Afghanistans werden über die Hälfte aller Mädchen vor ihrem 14. Geburtstag verheiratet. Eltern glauben, ihre Töchter auf diese Weise vor Armut und Gewalt zu schützen“, erklärte Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes. Dabei sind Kinderehen für Mädchen lebensgefährlich, sie sind oft massiven Gewaltanwendungen ausgesetzt. Die häufigste Todesursache bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren ist der Tod bei der Geburt eines Kindes. Hinzu kommt, dass Mädchen, die bei der Geburt selbst noch Kinder sind, ihrer Zukunftschancen beraubt werden. „Mädchen, die so früh verheiratet werden, haben kaum eine Chance, selbstbestimmt zu leben. Sie müssen die Schule abbrechen und unterstehen dem Ehemann oder der Familie ihres Mannes“, so Birte Kötter.

terre des hommes setzt sich dafür ein, dass das Alter für Ehemündigkeit weltweit auf 18 Jahre heraufgesetzt wird und unterstützt Mädchen in Afghanistan, Indien und Simbabwe dabei, sich gegen frühe Verheiratung zu wehren und stattdessen eine Schul- und Berufsausbildung zu absolvieren Ein wirksames Mittel gegen Kinderehen sind gute Schulen und Bildungssysteme, die auch Mädchen aus armen Familien integrieren.

PM/ots/terre des hommes Deutschland e. V.

Auch interessant

Deutschland & Welt

Wiesbaden. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist nach ihrem Höchststand im ersten Corona-Jahr 2020 im zweiten Jahr der Pandemie leicht gesunken: 2021 haben die Jugendämter...

Deutschland & Welt

Wiesbaden. Im Juni 2022 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 48,9 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt,...

Deutschland & Welt

Wiesbaden. Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im Juli 2022 bei +7,5 %. Die Inflationsrate...

Deutschland & Welt

München. Für die Fahrer von Benziner-Pkw ist das Sparpotenzial beim Tanken durch die Wahl des richtigen Zeitpunktes in den vergangenen Monaten größer geworden. Wie...

Deutschland & Welt

Wiesbaden. Die Zahl der Reisen im Eisenbahnverkehr ab 30 Kilometern lag auch im zweiten Monat nach Einführung des bundesweiten 9-Euro-Tickets deutlich über dem Niveau...

Deutschland & Welt

München. Tanken ist in Deutschland im Vergleich zur Vorwoche deutlich günstiger geworden. Dies gilt insbesondere für Diesel: Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise...

Deutschland & Welt

Geldern. Deutschland leidet unter Hitzerekorden und anhaltender Trockenheit. Steigender Wasserbedarf ist die Folge. Um die Trinkwasservorräte für nachfolgende Generationen zu schützen, wird ein sorgsamer...

Deutschland & Welt

Bonn/Weißwasser. Die von Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigten Entlastungen für Bürgerinnen und Bürgern greifen dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Tino Chrupalla nicht weit genug und kämen viel zu...

Anzeige