Social Media

Suchen...

Leverkusen

Neubau der Leverkusener Autobahnbrücke verzögert sich erneut

Symbolfoto

Leverkusen/Düsseldorf. Der Neubau des ersten Teils der Leverkusener Rheinbrücke wird sich erheblich verzögern und wohl auch deutlich teurer werden.

Der Landesbetrieb Straßen NRW hat den am 1. Dezember vergebenen Auftrag an ein Baukonsortium um den Stahlbauer SHG Engineering aus Hannover nach Recherchen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe) schon am 22. Dezember zurückgezogen. Grund ist die Auseinandersetzung mit dem unterlegenen Mitbieter. Das Konsortium, das den Zuschlag erhalten hatte, hatte mit 176,4 Millionen Euro das preiswerteste Angebot abgegeben und sollte Ende Januar mit dem Weiterbau der Brücke beginnen. Die Baustelle steht seit Ende April 2020 still. Damals hatte der Landesbetrieb dem österreichischen Baukonzern Porr AG als Generalunternehmer gekündigt. Grund waren erhebliche irreparable Mängel an 22 in China produzierten Stahlbauteilen. Damit ist der ehrgeizige Zeitplan des NRW-Verkehrsministeriums, den ersten Neubauteil der Brücke Ende November 2023 für den Verkehr freizugeben, nicht mehr zu halten. Wie viele Monate verloren gehen werden, kann derzeit niemand sagen.

Hintergrund für den Rückzieher ist ein Streit mit dem unterlegenen Bieter, einem Zusammenschluss von sechs mittelständischen deutschen Bauunternehmen, deren Angebot rund 51 Millionen Euro teurer war. Diese Bietergemeinschaft hat das Verfahren bei der Vergabekammer mehrfach gerügt, was zu den Zeitverzögerungen beigetragen hat. Das hatte zur Folge, dass beide Anbieter seit dem 18. Dezember nicht mehr an ihre Preisangebote gebunden sind und deshalb Ende Dezember aufgefordert wurden, neue Angebote abzugeben. Eine Preisbindung mit einer Frist zu versehen, ist bei Vergabeverfahren in der Baubranche üblich. Sie soll die Bieter vor unkalkulierbaren Kostenrisiken durch zu lange Vergabeverfahren schützen. „Das Projekt ist jetzt wieder auf dem Stand vom September“, sagt ein Insider. „In diesem Fall hat keiner geschludert oder etwas auf die lange Bank geschoben.“ Das Vergabeverfahren sei sehr kompliziert mit der Folge, dass es „am Ende nur dem Steuerzahler schadet“.

PM/Kölner Stadt-Anzeiger

Auch interessant

Deutschland & Welt

Sonnenschutz ist das ganze Jahr über wichtig. UV-Strahlen schädigen die Haut auch an bewölkten Tagen und im Winter. Täglicher UV-Schutz hilft, vorzeitiger Alterung und...

Deutschland & Welt

Berlin (dts) – Grünen-Europapolitiker Anton Hofreiter hat Bedenken gegen die Stationierung weitreichender US-Raketen in Deutschland zurückgewiesen. ‚Zu einer Eskalation würde eine Stationierung von US-Raketen...

Deutschland & Welt

Den Haag (dts) – Die Chefin des Europäischen Polizeiamtes (Europol), Catherine de Bolle, warnt vor der wachsenden Gefahr durch die Organisierte Kriminalität in Europa....

Deutschland & Welt

Berlin (dts) – Die SPD dringt auf mehr Befugnisse für die deutschen Sicherheitsbehörden. „Wir können nicht gleichzeitig den großen Gefahren durch den internationalen Terrorismus...

Deutschland & Welt

Budapest (dts) – Lando Norris (McLaren) startet beim Formel-1-Rennen in Budapest aus der Pole. Er erkämpfte sich am Samstag für den Großen Preis von...

Deutschland & Welt

Berlin (dts) – Die Bundesregierung will härtere Strafen für Geldautomatensprengungen ermöglichen. Dazu habe das Innenministerium in Abstimmung mit dem Justizministerium einen Gesetzentwurf zur Änderung...

Deutschland & Welt

Saarbrücken (dts) – In der Samstags-Ausspielung von „6 aus 49“ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 5,...

Deutschland & Welt

Berlin (dts) – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ruft die Bürger auf, mehr persönliches Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Demokratie zu zeigen....

Anzeige