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Millionen für Städtebauförderung in Münster

Der Umbau des alten Hill-Speichers zum soziokulturellen Zentrum "B-Side" wird durch öffentliche Mittel ebenso gefördert wie auch die Sanierung des Krans am Südufer des Hafenbeckens. Foto: Stadt Münster

Münster. Die Stadt Münster hat erfolgreich Anträge auf Städtebaufördermittel gestellt. Gleich mehrere Projekte profitieren von der Finanzspritze durch das Land NRW. Für den Umbau des Hill-Speichers und die Sanierung des Krans am Stadthafen 1 werden insgesamt rund 7,7 Millionen Euro bereitgestellt. Weitere rund 4,7 Millionen Euro fließen in Baumaßnahmen im und am Stadthaus 1, wo das Herz der Stadtverwaltung schlägt. Darüber hinaus erhält Münster als federführende Kommune des Netzwerkes Innenstadt NRW 2,1 Millionen Euro für die Fortführung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft.  

Aufgrund der Zusage des Landes NRW, im Rahmen der Corona-Pandemie den Kommunen zu helfen, übernehmen Bund und Land in diesem Jahr einmalig 100 Prozent der Kosten der geförderten Projekte. Für den städtischen Haushalt entfallen damit die Ausgaben für die sonst erforderlichen 40 Prozent Eigenmittel, immerhin rund 5,6 Millionen. Alle städtebaulichen Fördermaßnahmen werden wie immer vom Stadtplanungsamt koordiniert und vorbereitet. Dank der kooperativen Umsetzung mit städtischen und privaten Partnern kann Münster noch lebenswerter gestaltet werden.

Rückenwind für Münsters Hafenentwicklung

Rund 7,5 Millionen Euro öffentliche Fördermittel werden bis 2023 aufgewendet, um den Hill-Speicher (ehemaliges Lagergebäude am Südufer des Hafenbeckens) zu einem soziokulturellen Zentrum umzubauen. Im Obergeschoss entstehen neue Räume der B-Side mit Ateliers, Proberäume und „co-working-spaces“ und dem so genannten Quartierswohnzimmer. Insgesamt wird nach dem Umbau eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern für gemeinwohlorientierte Nutzungen zur Verfügung stehen. „Ich freue mich, dass es durch die Unterstützung des Landes gelingt, dieses außergewöhnliche Kulturprojekt im Hafen von Münster zu verwirklichen. Die B-Side und ihre Unterstützer wie Unterstützerinnen haben in den letzten Jahren viel Engagement gezeigt, um ihren Traum eines Soziokultur-Zentrums zu verwirklichen. Besonders danken möchte ich an dieser Stelle Ministerin Ina Scharrenbach dafür, dass das Land den städtischen Eigenanteil übernimmt und somit der Stadt eine außergewöhnliche finanzielle Entlastung beschert“, erläutert Oberbürgermeister Markus Lewe.

Der Stadt stehen außerdem rund 112 000 Euro Fördermittel für die Sanierung des Krans am Südufer des Hafenbeckens zur Verfügung. Er erinnert an die ehemalige Nutzung des Güterumschlags. Mittels der Sanierung 2021 wird er mit seiner prägnanten Erscheinung dauerhaft eine Landmarke im Hafengebiet bleiben. Weitere Relikte der Hafennutzung sollen zukünftig ebenfalls erhalten und gestalterisch in den Umbau des Uferweges, der für die breite Öffentlichkeit geöffnet werden soll, einbezogen werden.

Für rund 4,7 Millionen Euro wird der nächste Bauabschnitt beim Umbau des Stadthauses 1 realisiert. So wird auch ein großzügiges Bürgerservice-Center wird dafür sorgen, dass die verschiedensten städtischen Dienstleistungen an einer Stelle gemeinsam verfügbar sein.

Innenstädte und Stadtteilzentren sichern

Seit dem 1. Januar ist Münster federführende Kommune in der kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Netzwerk Innenstadt NRW“. Dieser selbst organisierte Zusammenschluss von derzeit 101 großen und kleinen Kommunen in ganz NRW versteht sich als unabhängiges Sprachrohr, Ideengeber und Informationsbörse für Mitglieder und Nichtmitglieder. Insbesondere das Thema Innenstadt und ihre Zukunft ist nicht erst seit Corona in aller Munde. Bereits seit mehr als zehn Jahren kümmert sich die Arbeitsgemeinschaft um die Weiterentwicklung der Zentren in den Innenstädten und Stadtteilen. „Gemeinsam Stärke zeigen und neue Wege gehen – auch in schwierigen Zeiten“, diesen Erfolg versprechenden Weg unterstützt das Land NRW jetzt mit rund 2,1 Millionen Euro.

„Gerade die Weiterentwicklung und Sicherung der Innenstädte stellt viele Kommunen im Land vor große Herausforderungen. Einige sind durch den Wandel im Einzelhandel besonders betroffen, wenn etwa große Kaufhäuser schließen. Corona verstärkt und beschleunigt dabei zum Teil schon zuvor spürbare negative Entwicklungen. Uns geht es in Münster zwar vergleichsweise gut, aber als Vorsitzender des Netzwerkes habe ich immer auch die anderen Kommunen im Blick und bin dankbar dafür, dass das Land NRW uns hier so umfangreich unterstützt“, so Stadtbaurat Robin Denstorff.

Sonderprogramme: Unterstützung für Einzelhandel und junges Sportangebot

Zusätzlich zu den klassischen Projekten der Städtebauförderung hat die Landesregierung NRW im Zuge der Corona-Krise im Juni das „Nordrhein-Westfalen-Programm I“ mit dem „Investitionspakt Kommunen“ beschlossen. In diesem Zusammenhang hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung zusätzlich zwei Sonderprogramme aufgelegt („Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW 2020“ und „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“). Die Stadt Münster war auch hier erfolgreich und konnte für zwei Projekte Fördermittel in Höhe von rund 313 000 Euro nach Münster holen: Zum einen soll gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Münster eine Unterstützung für den Einzelhandel in der Innenstadt ermöglicht und ein gemeinsames Zentrenmanagement aufgebaut werden. Zum anderen wird gemeinsam mit dem Vinzenswerk die Skateranlage in Handorf um einen Pump-Track erweitert. Kinder und Jugendliche –  die künftigen Nutzer der Anlage – werden bereits bei der Planung und auch beim Bau beteiligt.

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