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WWU baut erste eigene Kita: Angebot für bis zu 75 Kinder

Themenbild: Pixabay

Münster. Ein großes und besonderes Projekt der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster biegt auf die Zielgerade ein: Vertreterinnen und Vertreter der Universität und der Stadt unterzeichneten jüngst eine gemeinsame Rahmenvereinbarung für den Bau der ersten WWU-eigenen Kindertagesstätte (Kita).

Im Sommer 2018 hatte sich das Rektorat für die Errichtung einer WWU-Kita ausgesprochen, um ein passgenaues Angebot für die WWU-Beschäftigten zu schaffen. „Mit dem Bau einer eigenen Kita kommen wir bei der Profilierung der WWU als familiengerechte Hochschule und attraktive Arbeitgeberin einen weiteren wichtigen Schritt voran. Ich bin sicher, dass uns dieses Angebot bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung helfen wird“, betont Universitätskanzler Matthias Schwarte. Die fachliche Unterstützung der Stadt Münster, insbesondere der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamts sowie von Stadtdirektor Thomas Paal, sei bei vielen Fragen dieses Vorhabens sehr hilfreich gewesen.

Die Bauarbeiten für die WWU-Kita sollen im Sommer 2021 beginnen – zum Beginn des „Kita-Jahres“ im August 2023 soll sie eröffnet werden.

Rahmenstruktur

Die Kindertagesstätte wird 70 bis 75 Plätze bieten, aufgeteilt in fünf Gruppen. Die Öffnungszeiten der Kita werden sich in Absprache mit dem künftigen Träger der Einrichtung auch an den betrieblichen Erfordernissen orientieren. Zudem setzt die WWU auf mehr Flexibilität bei einem kurzfristigen Betreuungsbedarf im laufenden Kindergartenjahr. „Mit dem direkten Bezug zur WWU wird es viele Möglichkeiten geben, die zusätzlichen Angebote der Kita auszugestalten“, erläutert Prof. Dr. Maike Tietjens, Prorektorin für strategische Personalentwicklung. „Die Synergien mit der Universität sind vielfältig: Wir denken zum Beispiel an Sprachförderung, besondere musische Inhalte, Bewegungsangebote oder andere frühkindliche Erziehungsangebote.“ Der Schritt zur WWU-eigenen Kita sei notwendig, damit die Universität für Familien mit kleinen Kindern attraktiv bleibe.

Grundstück und Baukosten

Die Kita wird auf einem rund 2000 Quadratmeter großen Grundstück am Schlossplatz 16 zwischen Promenade und Lazarettstraße entstehen. Das Grundstück ist Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen. Bei der Suche nach einem passenden Areal war auch der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) Nordrhein-Westfalen beteiligt. Um mit dem Bau beginnen zu können, muss zunächst das Gebäude der ehemaligen Nebenstelle des Finanzamts abgerissen werden. Das Rektorat stellt für die Planung und den Bau rund 3,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Architektenwettbewerb und Trägersuche

Im März 2020 war ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben worden, an dem 12 Architekturbüros teilnahmen. Unter Leitung des Büros „Schopmeyer Architekten“ und Vorprüfungen durch die Stadt Münster fand Ende Oktober die Preisgerichtssitzung statt. „Wir freuen uns“, betont WWU-Projektkoordinator Ralf Kiewit, „dass wir mit den münsterschen Architekten ,Burhoff und Burhoff‘ ein mit Kita-Bauten erfahrenes Büro gefunden haben. Dessen bauliche Vision der universitären Kita besticht durch eine hohe Aufenthaltsqualität und bietet mit der Positionierung des Baukörpers in dieser städtebaulich und denkmalpflegerisch herausfordernden Lage eine hervorragende Lösung an.“

Nach Abstimmungen mit dem städtischen Jugendamt steht nunmehr die Suche nach einem Träger für die Kita an, die im April abgeschlossen sein soll.

PM/WWU Münster

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